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Das Ideal
Entstehung
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ihrer Geſundheit wegen nicht ohne Beſorgniß, jedoch nicht eher, als bis eine der andern Klo⸗ ſterjungfrauen zu ihrem Beiſtande herbeigekom⸗ men war; wie lieb ihm auch Chriſtinens Geſell⸗ ſchaft war, er hatte dennoch nicht eher Ruhe, als bis er ſie an die Kloſterpforte begleitet hatte, wo er ſie bat, 2 die Nacht über bei der Baͤſe zu bleiben.

Am nä ächſten Tage befand ſich Dorothea viel beſſer, und am darauf folgenden war die ganze kleine Familie, Friedrich mit einbegriffen, ein- geladen, bei ihr den Kaffee zu trinken. Der junge Norweger freute ſich wie ein Kind hierauf, er hatte die Baſe bis jetzt ſtets nur bis an die Thür ihrer Wohnung begleitet, er betrachtete ihre Zelle wie ein durch Gebet und fromme Ge⸗ danken eingeweihetes und nur der Andacht und der Arbeitſamkeit gewidmetes Heiligthum. Als er in die Thür trat, beſchauete er jeden Gegen⸗ ſtand mit einer gewiſſen Ehrfurcht; in den Fen⸗ ſtern ſtanden Blumentöpfe und wohlriechende Gewächſe, deren treffliches Gedeihen beurkundete, daß ſie von einer freundlichen Hand ſorgſam ge⸗ pflegt worden waren; an der prunkloſen Wand