— 400— und einem andern Offizier, den Holſt Obriſt Roſenkranz nannte, daher. Sie ſenkte ihre
Blicke keinesweges zu Boden, ſondern ſchauete,
ohne weder Furcht noch Trotz zu beweiſen, mit
mildem Ernſte bald auf die ſie umgebende
Menſchenmenge, bald grade aus in die Ferne. Magdalena Boiſen hingegen war todtenbleich, und war kaum im Stande ihrer Gebieterin zu folgen. In einiger Entfernung vom Ufer hielt ein Wagen, die zwei Offiziere halfen Eleonoren
hinein, und ſtiegen dann ſammt Magdalena
Boiſen ebenfalls ein.
Eliſabeth war, als die Gräfin ans Land ſtieg, mit ihrer Umgebung etwas zurückgedrängt worden, jetzt aber folgten ſie derſelben, ſo ſchnell ſie konnten. Arenzen, welcher ſtets nur ungern und nie raſch ging, ſeufzte und ſtöhnte, aber Eliſabeth, ſo ſehr ſie auch ſonſt für die Bequem⸗ lichkeit ihres Vaters ſorgte, merkte dieſesmal nicht darauf, wie ſchwer es ihm auch fiel, mit
den Anderen gleichen Schritt zu halten. End⸗
lich langten ſie bei dem Schloſſe an, die Sol⸗ daten hatten ſich am Thore aufgeſtellt, Eleonore
uUlfeld aber hatte ſich mit ihrer Zofe und den


