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Das Ideal
Entstehung
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leide; zwar nahm er ihr nicht jede Hoffnung, rieth ihr aber dennoch an ihren Gatten zu ſchrei⸗ ben, und übergab ihr, zur Beförderung an den⸗ ſelben, einen in lateiniſcher Sprache abgefaßten Brief, worin er die Krankheit mit allen ihren Zufällen und Kennzeichen ausführlich beſchrieben hatte. Die Antwort, welche ſie von ihrem Manne empfing, war keinesweges tröſtlich; aus dem Schreiben ging die lebhafteſte Bekümmerniß her⸗ vor; er hielt die Zufälle für ſehr bedenklich, bat ſeine Gattin, ſich auf das Schlimmſte gefaßt zu machen, und verſicherte, daß er ſeine Rückreiſe ſo bald als nur immer möglich antreten werde, um, falls ihm anders der Himmel die Freude aufbehalten hätte, ſeine geliebte Mutter vor ih⸗ rem Dahinſcheiden noch einmal an ſein Herz zu drücken. Obgleich fern, hatte er dennoch die Sache aus einem nur allzu richtigen Geſichts⸗ punkte betrachtet; acht Tage nach dem Em⸗ pfange ſeines Briefes, gegen Ende des Julii 1663, entſchlummerte die wackere Frau mit einem leiſen Seufzer in Eliſabeths Armen. Mit ei⸗ nem Schmerze, welcher nicht zu beſchreiben iſt, fühlte die Letztere dieſen Verluſt, gedachte ſie