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„Ach das iſt eine weitläuftige Geſchichte, mein theures Mädchen!“ erwiederte Bartholin. „Schon im Jahre 1649, als Du das gräfliche Paar im Haag geſehen, begann des Grafen Ein⸗ fluß zu ſinken; vielleicht ward ſeine durch ſeine Feinde veranlaßte damalige Abweſenheit von ihnen benutzt, ihn bei dem Könige, ſeinem Herrn, anzuſchwärzen; ſeine wirklichen Fehler wurden an's Licht gezogen und vergrößert, während ihm andere, die er nie begangen, angedichtet wurden. Die äußerſt ſtrenge Verpflichtung, welche König Friedrich der Dritte bei ſeiner Thronbeſteigung hatte eingehen müſſen, ward, ob mit Recht oder Unrecht, dem Grafen Ulfeld zugeſchrieben. Man erregte bei dem Monarchen den Verdacht, daß er ihm bei der Königswahl entgegen gearbeitet, ja daß er wohl gar ſeine auf die Geburt ſeiner Gemahlin begründeten Hoffnungen noch weiter ausgedehnt habe, als vernünftigerweiſe zu erwar⸗ ten ſtand; kurz, Graf Ulfeld erfuhr bei ſeiner Rückkehr von der Regierung eine Kälte, wodurch
ſich ſein ſtolzer Sinn ſo ſehr beleidigt fühlte,
daß er ſich mit ſeiner Gemahlin vom Hofe ent⸗ fernt hielt. Da brach ein höchſt ſeltſamer und


