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Das Ideal
Entstehung
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erſten Anblick erkannte Eliſabeth die ſteife Hals⸗ krauſe wieder, welche ſie von ihrer verſtorbenen Mutter oft hatte waſchen und in Falten legen geſehen.

Von nun an ſchwand den Liebenden jeder Tag, bis zu ihrer Trennung, wie ein Augenblick dahin; Bartholin erzählte ſeiner Braut viel von den fremden Ländern die er geſchauet, von den berühmten Männern die er gekannt hatte, und von ſeinem Vaterlande und deſſen Eigenthüm⸗ lichkeiten. Oft brachte er ihr Kupferſtiche und Gemälde von ſchönen Gegenden oder auch Ab⸗ bildungen berühmter Männer mit. Als er ihr eines Tages eine kleine Copie des großen, von Carl von Mandern gefertigten Bildniſſes Chri⸗ ſtian des Vierten vorlegte, erkannte Eliſabeth ih⸗ ren Lieblingshelden auf den erſten Blick; und als ihr Bartholin mit ſtrahlenden Augen von ihm erzählte, den ein anderer Monarch ſeiner Zeit den Vater der Könige nannte, da neigte ſich Eliſabeth ehrerbietig zu dem Bilde nieder, und der Augenblick, in dem ſie das Conterfey des großen Monarchen zum Erſtenmal im Haag erſchauete, trat lebendig vor ihre Seele. Mit