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Gräfin Eleonore war. Der fremde Arzt ließ ſich von einem jungen Manne, deſſen Braut ebenfalls an der gefährlichen Krankheit darnie⸗
der lag, bewegen, eine Zeit lang in Brügge zu
bleiben, wo es ihm auch wirklich gelang, faſt al⸗ len, die ſich ſeiner Kur anvertraueten, das Leben zu erhalten. Überall war man jetzt ſeines Lobes voll, und Eliſabeths Herz klopfte vor Entzücken, wenn ſie des menſchenfreundlichen jungen Man⸗ nes gedachte, welcher von dem Himmel mit ſo
hoher Kuͤnſt begabt ſchien, um die Stadt vom
Untergange zu retten, 3
Einſt, es war an einem Sonntag Nachmit⸗ tag, befand ſie ſich allein zu Hauſe; ihre Baſe war in die Kirche gegangen. Da trat eine ih⸗ rer Nachbarinnen, eine arme Tiſchlersfrau, welche ihnen bei der Hausarbeit zur Hand zu gehen pflegte, eilig zu ihr herein, und ſagte, ſie ſey gekommen ſich von ihrer Baſe einen guten
Nath zu holen, weshalb ſie beklage dieſelbe nicht
zu Hauſe zu finden.
„Die Sache,“ fuhr die Nachbarin fort, „verhält ſich folgendermaßen: In dem Gaſt⸗ hofe neben mir an wohnt der fremde Doctor,


