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Das Ideal
Entstehung
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38 lieblich duftenden Weihrauch umgeben, während ihr Ohr einen harmoniſchen Geſang, von Sai⸗ tenſpiel begleitet, vernahm.

Die Gräfin ſaß in einer Fenſtervertiefung,

den Rücken der Thür zugewandt, ſie ſpielte auf der Harfe und ſang dazu. Sie trug heute ein einfaches Gewand von ſchwarzem Sammet, um den Hals aber und um ihre blendend weißen Arme trug ſie koſtbare Schnüre von großen äch⸗ ten Perlen; rund um ſie her blühten in pracht⸗

vollen Vaſen die ſchönſten Blumen, welche Hol⸗

land, das Vaterland der Kinder Flora, der Kö⸗ nigstochter nur darzubringen vermochte. An den ſeidenen ſchweren rothen Fenſtervorhängen er⸗ kannte Eliſabeth den Saal wieder, in dem ſie ſchon einmal geweſen war, dem übrigens das jetzt hier vorhandene reiche Zimmergeräth ein ganz anderes Anſehn gegeben hatte.

So wie ſie eintraten, hörte die Gräfin auf zu ſpielen, lehnte ſich zurück in ihrem Seſſel ohne ſich jedoch mit dem Geſichte zur Thür zu wenden.Ha, Sperling! kommt ihr endlich? rief ſie,Ihr laßt heute lange auf Euch warten. Ulfeld hat ſchon mehreremale nach Euch gefragt.

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