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Das Ideal
Entstehung
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daß ſie ſich nur wenig um die Kleine bekümmern konnte; das war der Letztern nun recht lieb, denn nun ward ſie in ihrem Spiel nicht geſtört, welches im Grunde nur eine dramatiſche Dar⸗ ſtellung deſſen war, was ſo friſch und blühend ihrer Phantaſie vorſchwebte. Vier alte Stühle, welche ſie zuſammenſtellte, verwandelten ſich mit Hülfe ihrer kindiſchen aber lebhaften Einbildungs⸗ kraft in den vergoldeten Wagen, den ſie ſo be⸗ wundert hatte: ſie ſtellte einen Fußſchemel zur Seite, ſtieg von den Stühlen hinab auf denſel⸗ ben, grüßte nach allen Seiten hin, wie ſie es von der Gräfin geſehen, und ſchritt, das Köpf⸗ chen hin und her bewegend, an der mit blankem Meſſing beſchlagenen Komode vorüber, die ihre Phantaſie in eine Reihe glänzender Diener mit ſilbernen Armleuchtern in den Händen umgeſtal⸗ tete, und jedesmal, wenn ſie dieſes Spiel wie⸗ derholte, ſtand die anmuthsvolle ſchöne Gräfin lebendig vor ihr da. Dieſe Beſchäftigung regte ſie übrigens ungemein an und wirkte ſo nachthei⸗ lig auf ihre Wunde, daß ſie ſich am Abend ſehr übel befand, und noch einige Tage das Zimmer hüten mußte. Da machte ihr eines Abends,