— 44—
Als darauf an dem beſtimmten Abend die prachtvollen Vorhänge mit den dazu gehörenden Verzierungen ſauber gefertigt zum Einpacken be⸗ reit da lagen, erklärte ſich Arenzen ungemein da⸗ mit zufrieden; da nun aber die Gardienen auch aufgehängt werden mußten, und man dies Ge⸗ ſchäft den Näherinnen nicht anvertrauen wollte,
verſprach Frau Bergen ſich am folgenden Mor⸗ gen ſelbſt in dem Pallaſt einzufinden um dies zu bewerkſtelligen. Nun aber entſtand die Frage, wo unterdeſſen die kleine Eliſabeth bleiben ſolle, denn Arenzen ſelbſt hatte im Pallaſte vollauf zu thun, und mußte vom frühen Morgen bis zum ſpäten Abend dort ſeyn. Nach kurzem Beden⸗ ken fragte Frau Bergen den Maler in einem ziemlich leiſen Tone, ob man die Kleine nicht mit nach dem Pallaſte nehmen könne. Arenzen ſchüttelte mit dem Kopfe, das Kind aber, dem die Worte der Frau Bergen keinesweges unge⸗ hört verklungen waren, ſprang mit einem lauten Jubelgeſchrei zu ihm, ſchlang die kleinen Hände um ihn, und ließ ihn nicht eher wieder los, bis er eingewilligt hatte ſie mit nach dem Pallaſte
zu nehmen. Am folgenden Morgen blieb eine


