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Das Grab des Fremden : Novelle / von Georg Hans Lotz
Entstehung
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„Junger Mann,“ nahm der Pfarrer wieder das Wort,„ſolche Aeußerungen ſind eines Chriſten unwuͤrdig, glauben Sie denn nicht an die Fortdauer der Seele?“

„Ich habe mein Moͤglichſtes gethan, mich von ihrer Nichtfortdauer zu uͤberzeugen,“ ant⸗ wortete der Fremde in einem duͤſteren, kaum vernehmbaren Tone,„aber es iſt mir nicht gelungen.“

„Da mag Ihnen Gott in ſeiner unend⸗ lichen Barmherzigkeit Ihren frevelhaften Ver⸗ ſuch vergeben,“ verſetzte der Pfarrer lebhaft; ich ſehe, Ihr Gewiſſen iſt mit Schuld belaſtet,— darum, junger Mann, bekennen und bereuen Sie Ihre Suͤnden, denn als ein Diener des Herrn

verkuͤnde ich Ihnen Vergebung Ihrer Schuld,

wenn Sie anders aufrichtige Reue fuͤhlen.“

Der Fremde ſchwieg neuerdings einige

Angenblicke und ſchien einen furchtbaren Kampf