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Das Grab des Fremden : Novelle / von Georg Hans Lotz
Entstehung
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Sie muͤſſen, mein Herr, ſprach er, die Waͤrme verzeihen, mit der ich meine Worte an Sie richte, denn ſie entſpringt aus einer uneigennuͤtzigen Theilnahme an Ihrem Schickſale. Sie ſind hier ſo ploͤtzlich unter uns erſchienen, Ihr Name iſt uns unbekannt, und aus Ihrem ganzen Benehmen ſcheint her⸗ vorzugehen, daß irgend ein Geheimniß auf Ihnen laſtet. Ich bin weit davon entfernt den Schleier deſſelben mit unbeſcheidener Hand luͤften zu wollen, kann Ihnen aber der Rath und der Beiſtand eines bejahrten erfahrnen Mannes auch nur den kleinſten Nutzen gewaͤhren, ſo bitte ich Sie frei uͤber mich zu gebieten.

Der Fremde ſchwieg einige Augenblicke lang und ſenkte ſeine Blicke zu Boden, endlich erhob er ſie wieder und entgegnete

in einem ruhigen aber feſten Tone:Ich

begreife Ihre edelmuͤthige Abſicht vollkommen, 8