14
—
Von ſeinem Kuͤſter gefolgt, begab ſich nunmehr der wuͤrdige Pfarrer hinauf auf die Kanzel; kaum aber hatte er ſein Gebet be⸗ gonnen, kaum ſeinen Geiſt, wenn gleich nicht ganz ohne Schwierigkeit, von dem was er ſo eben vernommen, abgezogen, als das ploͤtzliche Erſcheinen des merkwuͤrdigen Fremden in der Kirche ſeine Aufmerkſamkeit neuerdings rege 4 machte. Die Augen der ganzen Gemeinde 4
richteten ſich jetzt auf den Eingetretenen, und* 4 ein allgemeines Gefluͤſter ward vernehmbar. 1
Es war ein junger Mann von hoͤchſtens drei und zwanzig Jahren, deſſen Antlitz aber den 8 Ausdruck tiefſter Schwermuth trug. Seine 9 ½
bleiche und hohle Wange, ſein eingeſunkenes 3 Auge, ſeine vorgetretene Stirn, vor allen aber ein gewiſſer Zug um ſeinen Mund, verkuͤnde⸗ n
ten mehr als Worte dies zu thun vermocht
haͤtten, daß dieſer Fremde, wenn gleich noch


