Seſt der kindlichen Liebe und der Dankbarkeit!"—
— 251— genommen hatte, erkaufte ich einen kleinen Pacht⸗ hof; hier lebten nunmehr Roſalie und ich,
von der Arbeit unſerer Hände. Das— das
waren die ſeeligſten Tage unſeres Lebens. Un⸗ ter dem niedrigen Dache meiner Hütte, war ich zufriedener als der Fürſt auf dem Throne, als der Held, dem das Haupt mit Lorbeeren um⸗ wunden!— Aber weg, weg von dieſen entzük⸗ kenden, längſt verſchwundenen Stunden! Nach Verlauf eines Jahres drückte ich ein Pfand un⸗ ſerer Liebe an meine Bruſt, und noch zwei Jah⸗
re länger genoß ich die Freuden ehelicher und
väterlicher Liebe aus dem Becher des häusli⸗ chen Glücks. Eines Abends, als ich von der Jagd heim⸗ kehrte, fand ich meinen Vater in meiner Huͤtte. Sein Anblick erregte in meiner Bruſt Gefühle die ich nicht zu beſchreiben vermag. Roſalie, von Dankbarkeit durchglüht, umklammerte ſeine Kniee; mein Knabe badete ſeine Hand mit Thrä⸗ nen kindlicher Liebe. Das Entzücken warf mich faſt bewußtlos an ſeine Bruſt, denn nur ſeine Einwilligung fehlte um das Maaß meines Glü⸗ ckes zu füllen. Mit einem Wort, es war ein


