Die Nacht im Walde.
—
1
Familien⸗Augelegenbeiten nöthigten mich eine Reiſe in die gebirgigen Gegenden Böh⸗ mens zu unternehmen, und ich langte ohne dem mindeſten Unfall zu begegnen, auf den in dieſem Königreiche gelegenen Beſitzungen mei⸗ nes Oheims an. Dort pflegte ich faſt jeden Abend einen Spaziergang zu machen, und auf einer ſolchen Streiferei überraſchte mich einſt die Nacht in einem Walde welcher das Land⸗ gut meines Oheims begrenzte, und ſich an der anderen Seite gegen das Gebirge hindehnte. Meine Phantaſie war ſo ganz mit meinem Va⸗ terlande und den Theuren die ich daheim ge⸗ laſſen hatte, beſchäftigt, daß ich unaufhaltſam weiter wanderte, ohne darauf zu achten, wo⸗ hin mich meine Schritte führten. Als ich end⸗ lich aus meinen entzückenden Träumereien er⸗ wachte,


