— 23⁷—.
ſie zu und als ſie nun auch einen Streich ge⸗ gen ihn fuͤhrte, hielt er ihren Arm auf. Ein heftiger Kampf erfolgte zwiſchen weiblicher Wuth und männlicher Stärke; endlich entwand er ihrer Hand den mit dem Blute ſeines Ge⸗ fährten gefärbten Stahl und nunmehr ſchauete er ihr ins Antlitz. Er erkannte Cuenna, de⸗ ren Augen flammende Pfeile auf ihn ſchoſſen. Wie unbeſchreibbar war ſein Erſtaunen— wie grenzenlos ihre Wuth! Sie bemühte ſich, ſich von ihm loszuwinden, ſie wollte ſprechen, aber ihre Zunge verſagte ihr den Dienſt; ihre Bli⸗ cke nur ſprachen mit ausdrucksvoller Beredſam⸗ keit. Vivonne verſuchte es, ſie zu beſänfti⸗ gen, aber ſein Bemühen blieb fruchtlos. Der Ton ſeiner Stimme, vormals für ſie ſo be⸗ zaubernd, diente jetzt nur dazu ihren Zorn zu ſteigern. Endlich fragte er:„Was aber wollt Ihr denn eigentlich, Signora?“—„Laßt meinen Arm fahren,“ gebot Cuenna,„und Ihr ſollt es ſehen!“⸗ 5 Der Marſchall erfüllte ihr Verlangen, und richtete auf ſie einen Blick voller Zärtlichkeit, wie er ihr ihn ſonſt ſo oft geſpendet hatte. Cuenna fühlte die ganze Gewalt dieſes Bli⸗


