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bin ich leider ein beklagenswerthes Beiſpiel. Ich, die unglückſeel'ge Cuenna, deren Na⸗ men Euch unmöglich fremd ſeyn kann— ich, die ich beneidenswerth war, als ich noch die Freude meines Vaters ausmachte; als mein Herz noch unverführt, als meine Ehre noch unbefleckt war. Zu jener Zeit waren viele ed⸗ le Jünglinge entzückt von den geringen Reizen die mir der Himmel perliehen. Zu jener Zeit prieſen geiſtreiche Männer meinen Verſtand; und mein Ruf in dieſem Lande, das ich zu meiner Heimath wählte, war untadelhaft!— Jetzt aber— jetzt bin ich alles deſſen durch den ſchändlichen Viv onne beraubt. Er ſchmei⸗ chelte mir, bis er meine Liebe gewann, er ſchwur Eide, die zu brechen ſelbſt der Teufel nicht gewagt haben würde— nichts deſto we⸗ niger hat er mich verlaſſen— mich aufgeopfert, mich— mich— mich! Ihr Männer von Sizi⸗ lien! Wer von Euch kann jetzt noch ſeine Ehe für unantaſtbar— die Tugend ſeiner Tochter für geſichert halten?“
Ein lautes Gemurmel des Unwillens füllte die zweite Pauſe, welche Cuenna machte; und von der Hoffnung eines günſtigen Erfolgs


