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zu berichten: daß es anfangs von Roſa's Seite ſanfte
Vorwuͤrfe, von Greſſingholm aber Betheuerungen der aufrichtigſten Reue und Schwuͤre der innigſten Liebe enthielt, zu deren Beweis er ſein Hierſeyn anfuͤhrte. Er verſicherte: er habe die Trennung von ihr nicht laͤnger zu ertragen vermocht, und ſich endlich entſchloſſen jeder Gefahr trotz zu bieten, um ſie wieder zu ſehen.
Dieſe Vorſtellungen mußten auf das Herz der lie⸗ benden Roſa einwirken, der Ton ihrer Stimme ward immer ſanfter und ſanfter und endlich blickte ſie, ganz ſo zaͤrtlich wie ſonſt, hinauf zu dem Geliebten.„Sey die Meinige, Roſa, ſey die Meinige,“ flehte Lionel und eine Thraͤne trat ihm dabei in das Auge;„von Dir geleitet, werde ich mich nie wieder von dem Pfade der Tugend entfernen. Bleibe bei mir, o weiche nicht wieder von meiner Seite!“
Roſa ſchuͤttelte traurig ihr Koͤpfchen.„Meine Familie wuͤrde nie einwilligen,“ entgegnete ſie.
Lionel ſprach nun neuerdings von einer Flucht— von einer Verbindung insgeheim. Roſa aber unter⸗ brach ihn.„Deine Schritte,“ ſprach ſie,„ſoll ich auf dem Pfade der Tugend erhalten, und von mir verlangſt Du, daß ich mich von dem Wege der Pflicht entferne?"—— Hier wurden nahende Schritte vernehmbar; die


