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Mutter den ſchaͤndlichen Verfuͤhrer verwuͤnſchte, der
zum Lohn fuͤr die ihm geleiſteten Dienſte, ihre Toch⸗ ter ins Elend geſtuͤrzt habe. Roſa bebte an allen Gliedern und war, um nicht zu Boden zu ſinken, genoͤthigt ſich an einen Stuhl zu lehnen.
Ihre Todtenblaͤſſe ward endlich von der Alten be⸗ merkt,„Ja erſchreckt nur Miß Hurſtbourn,“ rief ſie, „erſchreckt nur, Ihr habt Eure Guͤte an einen Boͤ: ſewicht verſchwendet! Ein ſchlechter Streich von einem Edelmanne, ſo ein armes Ding durch Verſpre⸗ chungen zu taͤuſchen!“—„Verſprechungen?“ wie⸗ derholte Roſa mit ſchwacher Stimme; und nicht im Stande dieſe Scene laͤnger zu ertragen, ſchickte ſie ſich an ſich hinwegzubegeben, wobei ſie indeß ver⸗ ſprach zuruͤckzukehren, ſobald Mutter und Tochter ruhiger ſeyn wuͤrden. So ſchnell ihre bebenden Glie⸗ der ſie nur fortzutragen vermochten, eilte ſie nach Hauſe; wo ſie ſich ſofort auf ihr Zimmer begab, und ſich von ihrem Großvater und ihrer Mutter die Er⸗ laubniß erbat, fuͤr heute in ihrem einſamen Gemache bleiben zu duͤrfen, morgen wolle ſie ihnen offenbaren was ſich zugetragen⸗ und was ihren Wunſch nach Zuruͤck⸗ gezogenheit veranlaßt habe. Ihrem Verlangen ward gewillfahrt, und Roſa gab ſich nunmehr in der Ein⸗
ſamkeit ganz ihrem Schmerze hin. Endlich ſuchte ſie
Troſt im Gebet; es waͤhrte lange bevor ſich ihre


