ſteren zu fragen: wohin er zu wandern geſonnen und wo er bis morgen zu raſten gedenke? Er machte ihn darauf aufmerkſam, daß ſein Alter, ſeine Blindheit, und die zarte Jugend ſeines Gefaͤhrten, es noͤthig machten, ein Obdach zu ſuchen, welches ihm mehr Schutz gewaͤhre als das verfallene Gemaͤuer, in dem er ihn angetroffen; und verſicherte mit einem Tone, deſſen Waͤrme unverkennbar war, daß, falls ſie kein beſſeres Unterkommen wuͤßten, er ſich gluͤcklich ſchaͤz⸗ zen wuͤrde, wenn ſie ihr Nachtlager in ſeiner Woh⸗ nung nehmen wollten.„Ihr ſollt ein bequemes Bett finden und Euer kleiner Gefaͤhrte dort auch,“ ſprach er;„Ihr ſollt an unſerer Abendmahlzeit Theil neh⸗ men, und neugeſtaͤrkt koͤnnt Ihr dann morgen weiter ziehen.“.
Eine Roͤthe, gleich der der Schaam, uͤberflog bei dieſen Worten auf einen Augenblick die bleiche Wange des Greiſes, ſchnell aber ſchien jenes Gefuͤhl von
einem erfreulicheren verdraͤngt; denn mit kreuzweis
auf der Bruſt uͤber einander geſchlagenen Haͤnden und ſich auf ſeine Harfe beugend, ſprach er, in ei⸗ nem Tone, der von frendiger Ueberraſchung zeugte, ſeinen Dank fuͤr das ihm gemachte guͤtige Aner⸗ bieten aus, und verſicherte, daß er es anzunehmen bereit ſey; hinzufuͤgend, es ſey ſeine Abſicht ge⸗ weſen, nachdem er eine Weile hier in der Ruine ge⸗
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