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ſeinen Weg nach der dicht am Dorfe gelegenen Ab— tey antrat, gewahrte er mit Erſtaunen, wie die Be⸗ wohner der niedrigen Huͤtten vor den Thuͤren ihrer Behauſungen ſtanden, und mit Furcht in den Blik⸗ ken auf das Kloſter deuteten. Kaum hatte er indeß die Lippen geoͤffnet, um nach der Urſache ihrer Be⸗ ſorgniß zu fragen, als ploͤtzlich aus dem Innern der Ruine ſanfte Klaͤnge zu ihm her ertoͤnten. Es wa— ren ſchmelzende Harfenlaute, welche von dem Abend⸗ winde hergetragen, dem Ohre bald naͤher bald fer⸗ ner ſchienen, und der ruhigen Landſchaft rings um⸗ her gewiſſermaßen ein uͤberirdiſches Gepraͤge auf⸗ druͤckten. Es waͤhrte in der That mehrere Minu⸗ ten, bevor Eduard ſich dem Zauber zu entwinden vermochte, den dieſe ruͤhrenden Melodien um ihn geſchlagen hatten, und er im Stande war den ein⸗ fachen Landleuten die beruhigende Verſicherung zu geben, daß das, was ſie ſo eben gehoͤrt haͤtten, von keiner uͤbernatuͤrlichen Urſache herruͤhre.„Aller Wahr⸗
ſcheinlichkeit nach,“ ſprach er,„ruͤhren die Toͤne,
welche wir ſo eben vernommen, von irgend einem herumziehe den Harfner her; muß ich gleich beken⸗ nen, daß das meiſterhafte Spiel dieſer Vermuthung
zu widerſprechen ſcheint; ich will mich indeß ſogleich
davon naͤher uͤberzenger.“ So ſprechend ſchritt er gerade auf das Kloſter


