Teil eines Werkes 
3. Band (1824)
Entstehung
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„Philipp, Philipp,“ jammerte die Alte,„ich bin Deine Schweſter— Conſtanze— die aus Furcht vor menſchlichem Zorne Dich verſchmachten ließ. Sage, daß Du mir verzeihſt.”“

Der Fanatiker aber vernahm dieſe Worte nicht mehr, ſeine Augen brachen.— Da wandte ſich der ganze Zorn ſeiner Schweſter gegen ſeinen

Moͤrder:„Fluch uͤber Euch!“ ſchrie ſie, ihren

duͤrren Arm drohend gegen den jungen Krieger ausſtreckend,„Fluch uͤber Euch, Ihr moͤgt in der Mitte der Eurigen oder unter Fremden weilen. — NMoͤge Eure Hand Euch als Moͤrder bezeich⸗ nend, jeglichem Auge ſtets Blut gefaͤrbt erſchei⸗ nen,— Ihr habt mir den Bruder erſchlagen— moͤget Ihr in Euern liebſten Hoffnungen ge⸗ taͤuſcht werden.— Moͤgt Ihr ein ſchmachvolles Leben fuͤhren, eines jaͤmmerlichen Todes ſterben!“

Der Wuͤlhrich laͤchelte veraͤchtlich uͤber dieſe Verwuͤnſchung, und gebot kaltbluͤtig Einigen aus ſeinem Gefolge, ihm ſeinen Renner herbeizuholen, welcher, waͤhrend ſein Herr oben zum Moͤrder ward, unten am Fuße des Huͤgels friedlich