Teil eines Werkes 
1. Band (1824)
Entstehung
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Seyd Ihr nicht meiner Meinung? nahm die Lady wieder das Wort,iſt nicht ein Verlan⸗ gen nach Veraͤnderung in unſere Bruſt gepflanzt?

Der Ritter, welcher bisher die Hand ſeiner Geliebten in der Seinigen gehalten hatte, ließ jene jetzt fahren, und blickte der Lady Vernon zweifelnd in das Antlitz, unfaͤhig ihr auch nur eine Sylbe zu erwiedern. Margarethe erſtaunte uͤber dies Benehmen, und, nachdem ſie einige Augen⸗ blicke lang vergebens auf ſeine Antwort gewartet hatte, fuhr ſie ernſter fort:Es muß ja Licht und Schatten geben, ein ewiger Sonnenſchein waͤre un⸗ ertraͤglich. Er, der Ewige, der wohl weiß, was zu unſerm Heile dient, hat geboten, daß Zeit und Jahrszeiten wechſeln ſollen, und ein Verlangen nach Veraͤnderung in unſer Herz gelegt, das den Reiz unſerer Freuden erhoͤht. 3

So ſcheint Euch vielleicht auch in der Liebe Veraͤnderung wuͤnſchenswerth? fragte Sir Tho⸗ mas mit bebender Stimme..

Die Jungfrau ſchauderte, als ihr Geliebter dieſe Worte ausſprach, ſie ſah jetzt, daß er ihre

I. Band. 14