Teil eines Werkes 
1. Band (1824)
Entstehung
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Lager ſeines ehrwuͤrdigen Vaters da, wien ein lebendiges Bild furchtbarer Entſchloſſenheit. Kaum waren zwei und zwanzig Lenze uͤber ſein Haupt dahingegangen, aber ſchon war ihm jener blut⸗ duͤrſtige, ſchonungsloſe Sinn eigen geworden, der ſich nur ſelten zeigt, ſo lange die Bluͤthe der

Jugend noch die Wangen faͤrbt. Seine Geſichts⸗ zuͤge waren angenehm, und von der Natur gebil⸗

det um ſanftere Gefuͤhle auszuſprechen; aber ſein

ungeſtuͤmer, wilder Sinn hatte ihr urſpruͤngliches Gepraͤge verwiſcht, und nur Stolz und wilde Lei⸗

denſchaft flammten jetzt noch aus ihnen. Dabei aber beſaß er Verſtellung genug, ſeinem Antlitze den Ausdruck von Sanftmuth zu geben und den Daͤmon zu verbergen, der ſeine Bruſt zum Wohn⸗ ſitze gewaͤhlt hatte. Jetzt aber glaubte er, denn

er beurtheilte ſeinen Vater nach ſich ſelbſt, daß

die Gegengruͤnde des Grafen nur die Folgen eines falſchen Zartgefuͤhls waͤren, welches feſte Ent⸗ ſchloſſenheit ſeinerſeits leicht beſiegen wuͤrde; und ſo fuhr er dann nach einer kurzen Pauſe, in einem beſtimmten Tone fort:Thut was Euch beliebt;

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