Teil eines Werkes 
1. Band (1824)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

fuhr er dann, die Augen nieder auf ſeinen Sohn ſenkend, fort,fuͤhlſt Du nicht ganz das Schaͤnd⸗ liche des Hochverraths? Empoͤrt ſich nicht Deine Seele bei dem Gedanken, eine Bande moͤrderiſcher Fremdlinge in Dein friedliches Vaterland zu fuͤh⸗ ren, damit ihre Roſſe die Saaten unſerer Land⸗ leute zerſtampfen? Hat England etwa ſchon zu lange die Segnungen der Ruhe geſchmeckt, daß Du aufs Neue die Kriegsfurien heraufbe⸗ ſchwoͤren willſt? Wie magſt Du glauben, daß ich je den Treuſchwur brechen koͤnnte, den ich gelei⸗ ſtet habe. Der Papſt kann jeden Eid loͤſen, willſt Du ſagen. Wehe aber uͤber den, der ſich dadurch ſeiner Pflicht entbunden glaubt! Ich habe der Koͤnigin Treue gelobt, und wahrlich, mein uͤbriges Leben iſt zu kurz, als daß ich, um einer vergaͤnglichen irdiſchen Hoheit willen, mein See⸗ lenheil aufs Spiel ſetzen ſollte. ant Gont Einem Ketzer braucht man keinen Schwur zu halten, murmelte Eduard vor ſich hin. Ueber ihre Religion, entgegnete der Graf