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von der die Krieger auch heute Gebrauch machten, ſo daß nach wenigen Augenblicken alle im Kerker vorhandenen Weiber dem Tode entriſſen waren— alle, bis auf Eine. Brauche ich meinen theilnehmenden Leſern dieſe Eine noch zu nennen? Wer haͤtte auch die arme haͤßliche Pauline waͤhlen moͤgen!
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Ein Gefangener nach dem andern ward jetzt hinaus gefuͤhrt, entweder um geopfert zu werden oder um ſeine Freiheit zu empfangen, Pauline, welche gefuͤhllos in einem dunklen Winkel des Kerkers lag, erhob endlich ih Haupt, und gewahrte daß ſie ſich allein be⸗ 4 fand. So ſchreckenvoll auch dieſe Einſamkeit war, gewoaͤhrte ſie ihr doch einigen Troſt, n
zum Erſtenmal nach vielen Tagen fuͤhl- wieder Thraͤnen uͤber ihre Wangen rollen. Si uͤberließ ſich jetzt ganz ihrem Schmerze weinte und jammerte laut. Die Schildwa vor der Gefaͤngnißthuͤr hoͤrte ihr Schluchz und erſtaunte denn ſie glaubte den 8


