noch als vorher, flieht er jedes Geſpraͤch mit mir.— Mein Gewiſſen ſagt mir daß ich Unrecht thue dir zu ſchreiben, da es mein Vater nicht will; aber ſoll ich nicht in den Eismaſſen die mich umgeben ſelbſt zur fuͤhlloſen Saͤule erſtarren, ſo muß ich die bangen Bilder, die wie Gewitterſchwuͤle auf mir laſten, in dem Zaubermeere der Liebe aufloͤſen. In Warſchau ſehen wir uns wie⸗
der. Ewig deine Wanda.“
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Den 28ſten Mai.
Ich habe ſie wiedergeſehen— ich werde ſie taͤglich ſehen!— Sogleich nach Em⸗ pfang ihres Briefes kehrte ich nach War⸗ ſchau zuruͤck: wenige Tage nach mir kam Wanda mit ihrem Vater hier an. Sie woh⸗ nen in dem Hauſe der Graͤfin L., der Schwe⸗ ſter von Wanda's Mutter. Schon fruͤher war ich in dieſem Hauſe eingefuͤhrt. Der Staroſt reiſte in wenig Tagen weiter, und ich eilte der Graͤfin L. meine Aufwartung zu machen. Wanda war gegenwaͤrtig; nie hatte ich ſie ſo ſchoͤn geſehen: die Farbe der Liebe


