— 20—
toͤnte ihr in das Fruͤhroth beſſrer Welten nach.—„und wuͤrde er immer der Lie⸗ bende geblieben ſeyn, der er war? Sie ſtarb in dieſem ſuͤßen Wahne... Wohl ihr! Es ward ihr nicht aufbehalten, daraus zu erwa⸗ chen!. Die Schwuͤre gebrochener Treue hallten nicht in ihrer Bruſt wieder; die Ver⸗ zweiflung getaͤuſchter Zaͤrtlichkeit bleichte nicht ihre Wangen; die Thraͤnen uͤber ent⸗ ſchwundene Seligkeit loͤſchten nicht das Feuer ihres Blicks!.. Die namenlos Gluͤckliche!“ — Laut weinend ſtuͤrzte ſie in meine Arme, druͤckte mich feſt an ihr Herz, riß ſich dann los und ſtuͤrzte in ihr Cabinet.
Nach einigen Minuten kam ſie, zwar bleicher als gewoͤhnlich, aber ruhig zu mir, und mit dem nur ihr eignen Liebreiz mich anblickend: Verzeihe, meine Emilie, ich habe dich betruͤbt, ſprach ſie; laß uns ein wenig ſingen. Sie legte ein Duett auf. Kaum hatte ſie mit ihrer himmliſchen Stimme ei⸗⸗ nige Takte geſungen, als der Ruf: Gran Dio à ella! unter dem Fenſter erſchallt.
Malaäſa fliegt erſchrocken vom Stuhle auf,
*
*
—-


