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Emilie, oder So liebt ein deutsches Herz
Entstehung
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Ja alle Fragen kann ich Ihnen nicht auf einmal beantworten, erwiedert er in ſeinem altmodiſchen Latein, das unſre Converſa⸗ tionsſprache macht; ſie iſt eine Waiſe, nicht

ganz arm, und wohnt ſeit einigen Jahren

bei ihrer Tante, der verwittweten Haupt⸗ maͤnnin von Saleck; weiter weiß ich nichts von ihr. Sie hat wenig Umgang mit den jungen Frauenzimmern unſres Orts, und gegen die jungen Herrn iſt ſie noch viel zu⸗

ruͤckhaltender.

Das Letztere iſt nun freilich ein ſchlech⸗ ter Troſt fuͤr mich, jedoch will ich mein Gluͤck verſuchen, wenn ich nur erſt wieder ausgehen kannä. 3

Funfter Brief. Emilie an Adelheid. Eine Landparthie, die geſtern die Tante mit Eduard machte, und von der ich mich mit leichter Muͤhe ausſchließen konnte, ließ

mich einen ganzen Nachmittag bei Valerien

zubringen. Welch ein Genuß! Sie zeigte