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Emilie, oder So liebt ein deutsches Herz
Entstehung
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reinſten Toͤnen und aͤchter lingua toscana, zu dem Fenſter empor, hinter dem ich mit verhaltenem Athem und vor Freude und Sehnſucht huͤpfender Bruſt verborgen war. Mit jedem Laute, der aus der Nachti⸗

gallkehle des Maͤdchens emporſteigt, waͤchſt

mein Entzuͤcken, und als endlich das letzte: di spavento di dolor, verhallt, und ſie mit ein Paar vollgegriffenen Accorden geſchloſſen, da gab es nur ein dolor fuͤr mich in der Welt, der, ſie nicht mehr zu hoͤren. Ver⸗ geſſend, daß ich unbemerkt bleiben mußte, rufe ich laut: bravo! bravissimo! und klatſche mit meiner geſunden rechten Hand ſo hef⸗ tig in die kranke Linke, deren verwundeten Arm ich ganz vergeſſen hatte, daß der Schmerz mich einige Minuten ganz betaͤubt. Da ich mich von dieſer ungebetenen Erin⸗

nerung wieder erholt habe, und von Neuem

durch die Gardine lauſche, iſt verwuͤnſchte Vorſicht der deutſchen Vaͤter und Muͤtter! der

Garten leer und das graue Gewand der

Mama, deſſen letztes Endchen eben hinter der Thuͤre des verhaßten Geisblattzwingers