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Emilie, oder So liebt ein deutsches Herz
Entstehung
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Haar, das lachende blaue Auge, die blen⸗

dend weiße Haut, die vollen Roſenwangen,

verrathen Teuts Abkunft; und wieder die ſchlanke, zarte, und doch ſo volle Figur, der ſchwebende Gang, die leichten, unge⸗ zwungenen, und doch ſo ſittſamen Bewegun⸗ gen, die ideale, nur Welſchlands Toͤchtern eigene Manier, den Schleier uͤber Kopf und Schultern zu werfen, gehoͤren dem heitern Himmel meines Vaterlandes an. Das Maͤd⸗ chen iſt aus dem Beſten, was dieſe beiden Nationen eigen haben, zuſammengehaucht. Eine der Toͤchter des Hauſes brachte eine Guitarre, und reichte ſie bittend mei⸗ ner lieblichen Deutſchitaliaͤnerin; die leichte ſchwebende Manier, mit der ſie die reizende Blondine in den runden Lilienarmen hielt die ſchoͤnſte Roͤmerin konnte es nicht va⸗ terlaͤndiſcher thun! Nach einem zarten Vorſpiele, ganz im Geiſte unſrer alten beſ⸗ ſern Schule, oͤffnet ſie den kleinen Purpur⸗ mund, und, hatte das Maͤdchen meine Ge⸗ danken errathen? Sarti's unvergleichliches: Cari figli un altr' amplesso, ſchwebt in den