Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1825) Die Wiesenburg
Entstehung
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Gleichviel, ſo weiß ich's. Das Geld wurde vor acht Tagen fuͤr das Gut bezahlt, es iſt hal baar, halb Papiere. Ich weiß, wo es liegt, und kann den Schluͤſſel zur Noth entbehren. Der Junge dort in der Ecke nannte dich Mutter. Weſ⸗ ſen Kind iſt das Andere?

Meines Herrn, antwortete ich; ein kalter Schauer goß ſich durch mein Gebein. Ulrichs Ge⸗ ſicht war graͤßlich anzuſehen. Er ſetzte ſich nieder, und ſchien in Nachdenken verloren.

Dein Herr iſt mir nicht unbekannt, hub er endlich an, ich hatte einmal eine Bekanntſchaft mit ihm, wie der Baum ſie mit der Axt, das Erz mit der Feile hat. Seine hochmuͤthige Recht⸗ lichkeit, die ein gutes Kleid fuͤr den Frieden ſeyn mag, aber kein Panzer fuͤr den Krieger, trieb mich in die Arme meiner Genoſſen. Tod und Hölle! Wenn ich an den Augenblick denke, wo er triumphirend vor mir ſtand, weil ſein Anſehen meine Obern bewegen konnte, mich ſchimpflich aus⸗ zuſtoßen! Damals ſchwur ich ihm Rache, und mag der kraͤftige Muth aus meinem Herzen wei⸗ chen, und weibiſche Feigheit ſeine Stelle einneh⸗ men, wenn ich den Schwur nicht erfuͤlle.