Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1825) Die Wiesenburg
Entstehung
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als einen Verworfenen, und warſt ohne Zweifel in jener Nacht unter denen, in deren raͤuberiſche

Haͤnde wir ſorglos fielen? Wenn dir noch etwas

theuer iſt auf Erden, ſo beantworte meine Frage:

Weißt du Eckards Schickſal?

Bei allem Golde uͤber und unter der Erde— ich denke, das iſt ein theurer Schwur, was ich

weiß iſt ſo viel wie nichts. Ich habe nur wenig

Worte im Fluge mit ihm gewechſelt, retten konnt ich ihn nicht, obgleich er ſich eures Namens be⸗ diente, um mich dazu aufzufordern. Er blieb alſo in den Haͤnden meiner Kammeraden, und es iſt nicht zu laͤugnen, daß die ihren Gefangenen gern die ſicherſten Wohnungen anweiſen. Ich ſelbſt war gleich darauf wie der Hirſch, wenn des Jaͤgers Horn ertoͤnt. Aufrichtig und ohne Hehl, wenn

es euch geluͤſtet, zur zweiten Ehe zu ſchreiten,

moͤgt ihr ſchwerlich Einſpruch zu fuͤrchten haben.

Mein Blut ſtockte, ich mußte mich an den Stuhl

halten. Lange ſchon glaubte ich nicht mehr zu

hoffen, aber das menſchliche Herz beherbergt die

Troͤſterin Hoffnung, ohne es zu wiſſen. Er fuhr fort: Seyd verſichert, es that mir jenesmal leid

um euch. Warum mußtet ihr euer blutjunges Ehe⸗ gluͤck eben in unſer Revier wagen. Zum Henker