Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1825) Die Wiesenburg
Entstehung
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glaubte. Ulrich ſtand vor mir, zitternd erkannte ich ihn.

Um Gotteswillen, rief ich, was willſt du hier!

So wahr eure Schoͤnheit unverwelklich iſt, Frau Muhme, ſagte er, ihr ſeht mich ſo uͤber⸗ raſcht, als ihr ſelbſt es ſeyn moͤgt. Sehrt, ich koͤnnte ſagen, ich kaͤme euch heimzuſuchen, und haͤtte dieſe ſchwarze Nacht gewaͤhlt, wo Amors Vaſallen eben ſo wohl wie andere Geſchaͤftsleute ihre Rechnung finden. Aber kein Trug komme

Aber meine Zunge. Ich vermuthete euch nicht hier, und ein anderes Unternehmen fuͤhrt mich her.

Doch das hat Zeit, wir ſind ſicher vor aller Ue⸗ berraſchung. Eure Leute, ſechs an der Zahl, ſchla⸗ fen gleich den Murmelthieren; der Sturm hat ih⸗ nen ein Wiegenlied geſungen, und meine Sorg⸗ falt den Nachttrunk bereitet. Draußen vor der Pforte haͤlt ein tapferer Mann Wache, am großen Thor ein zweiter, und plauderten wir bis Mitter⸗ nacht, die Schlaͤfer erwachen ſo wenig, als die Waͤchter einſchlafen.

Er ſetzte ſich bei dieſen Worten ganz ungezwun⸗ gen an den Tiſch, nahm ein Piſtol aus dem Guͤr⸗ tel und legte es vor ſich nieder. Ich ſtand erſtarrt