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Gott, in der Hitze muͤßt ihr recht muͤde geworden ſeyn. Ich ſchaͤme mich jetzt, hier unter dem ſchdͤ⸗ nen Schatten ſchon geklagt zu haben. Und das
arme liebe Kind, ſagt doch ja, was es etwa be⸗
darf. Ich denke, ihr ſelbſt habt wohl herzlich gern alles erlitten, wenn nur das Kind ſeine ge⸗ wohnte Pflege nicht vermißte.
So ſprechend ſah ſie meinen Knaben mit einem Blick an, in dem ſich Liebe und Mitleid vereinigte, und von ihm fiel dieſer Blick auf die zierlichen Kinderſachen, die um ſie her lagen. Ihr Auge fuͤllte ſich mit Thraͤnen der Ruͤhrung, ich las in ihrer offnen Seele, ſie war mir nun ſchon nicht mehr fremd. Sie rief einem Maͤdchen, und bald ſtand Brot, Butter, Obſt und Wein vor mir, auch ſchoͤne Milch, die mein Heinrich, zur großen Freude der gnaͤdigen Frau, ſich wacker ſchmecken ließ. Dieſe Zeit wandte ich an, obgleich ſie nichts fragte, ihr von meiner Reiſe, ihrem Zweck, und meinen Hoffnungen zu erzaͤhlen, und weil ich da⸗ bei erwaͤhnte, wie lange ich ſchon Wittwe ſey, ge⸗ wann ſie vollends mein ganzes Herz durch ihre Theilnahme.—
Ach Gott! rief ſie aus, und ihre emſige Hand
ſank in den Schooß. So jung und ſchon das
Herbſte


