Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1825) Die Wiesenburg
Entstehung
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erfahren, das des Erzaͤhlens lohnte. Das ſoll nun anders werden, Beatrix. Wir wollen die Ruhe, die jetzt im Lande herrſcht, mit Feſten und Tur⸗ nieren verſcheuchen, und wenn kein Ernſt unſern Arm fordert, zu Schimpf und Spiel unſere Zu⸗ flucht nehmen. Auch hoffe ich eine Zeit zu ſehen, wo meine ſchoͤne Hauswirthin ſich nicht ſo ſchuͤch⸗ tern uns entziehn, vielleicht die frohe Tafelrunde mit ihrer Gegenwart zieren, oder einen Reihen⸗ tanz nicht verſchmaͤhen wird.—

O gewiß nicht, ſagte Beatrix mit leuchtenden Augen. Belebt nur dieſe oͤden Saͤle mit Frauen und Fraͤulein, die meine Luſt theilen, und laßt Floͤten und Harfen erklingen! Es wird ſchoͤn ſeyn, wenn geſchmuͤckte Gaͤſte durch das große Gebaͤude ziehen, wenn alles in Licht und Schimmer ſchwimmt, und von den hohen Gallerien herab die muntern Toͤne zum Tanz rufen. Ich habe mir das wohl oft getraͤumt, aber immer zuletzt mich ſelbſt ver⸗ lacht, weil es mir ſchier unmoͤglich duͤnkte, hier etwas Aehnliches zu erleben.

Ihr habt Recht, antwortete Heinau tiefſinnig. Dies Haus hat lange nur Scenen von ganz ande⸗ rer Art geſehen, und ſeltſam freilich wird der alte

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