Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1825) Die Wiesenburg
Entstehung
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deres Herz veredeln, ſagte Beatrix. Mir graut vor den harten Zuͤgen dieſes wilden Mannes, der Dich ſo ſehr anzieht.

Walter blickte unverwandt in den Hof nieder, wo ſich die Ritter zum Abſchiede ruͤſteten. Auch Beatrix that es, aber ihre Augen weilten vor Al⸗ len auf Heinau, der bei der Vergleichung mit dem rauhen Kunz unendlich gewann. Die finſtre Laune, die ſonſt ſein Geſicht verdunkelte, ſchien noch nicht zuruͤckgekehrt zu ſeyn, es kam Beatrix nicht in den Sinn, daß ſie je zuruͤckkehren koͤnne; am wenig⸗ ſten in dieſem Augenblicke, wo er zu ihr hinauf⸗ ſah, und ſich ehrerbietig tief vor ihr neigte. Die Ritter folgten ſeinem Beiſpiele, hoch erroͤthend ſahe ſie einen nach dem Andern durch das Thor

reiten, und Heinau einſam in's Schloß umkehren.

Seine Sporen klangen auf der Stiege, er oͤffnete die Thuͤr und trat zu den Beiden ein. Ich haͤtte fruͤher nach Eurem Ergehen fragen ſol⸗ len, Baaſe, hob er an, und ſchaute ihr feſt in die freundlichen Augen, aber die Pflichten der Gaſtfreundſchaft hielten mich von Euch fern. Doch Eure bluͤhenden Wangen ſagten mir genug, und die Einſamkeit dieſer Burg laͤßt Euch nicht viel

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