Teil eines Werkes 
2. Theil
Entstehung
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Wie ſchoͤn wir alle Vorbereitungen mach⸗ ten! Wie ruhig maßen wir die Entfernung ab! Wie gehoͤrig wir uns auslegten! Man haͤtte uns fuͤr Fechtmeiſter halten koͤnnen. Und doch ver⸗ ſtand ich beinahe gar nichts von der Sache; ich hatte nur einmahl die nackte Klinge verſucht, und Sie wiſſen wie.

Nach der erſten Minute aber, wie luſtig ging's da her! Ich drang auf ihn ein, als haͤt⸗ te ich ein wildes Thier vor mir gehabt, und war nicht auf meiner Hur. Er traf dreimahl meinen Arm; durch und durch ging die Degen⸗ ſpitze, aber ich achtete es nur wie einen Muͤcken⸗ ſtich. Endlich kam an mich die Reihe. Ich durch⸗ bohrte ſein Herz, und ſtieß die Klinge bis an das Stichblatt hinein. Ich zog ſie nicht heraus, und gab ihm einen Fußtritt.Da liege und verfaule! Ein einziger Seufzer, und ſein Au⸗ ge war ſtarr. Der Stagyrit ſagt, die Todten kann man nicht haſſen. Er hat nie gehaßt.

Ich ging nach Hauſe, wie auf Fluͤgeln; aber mein Muth verließ mich, als h die Schwelle betrat.