Teil eines Werkes 
2. Theil
Entstehung
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geſchrieben, und hatten uͤberhaupt das Gepraͤge eines Gemuͤthes, das tief unter dem ihrigen ſtand, einige derſelben aber waren auch nicht oh⸗ ne Ausbruͤche von Beredſamkeit. Anfaͤnglich hatte dieſer Mann, dachte ich, nicht die Abſich, ſie zu betruͤgen. Ich durchlas einen langen Brief, und fand nach endloſem Wertſchwall eige Zeile, die mich ſtutzig machte: Oui, mon ange, oui je vous le jure, Vous serez, vous ètes mon 6pouse. 1* Ich kannte die Geſetze meines Vaterlandes hinlaͤnglich, um wohl zu wiſſen, wie gefaͤhrlich der Gebrauch ſolcher Ausdruͤcke oft geweſen war, und ich konnte in der Nacht kein Auge ſchlie⸗ ßen, waͤhrend tauſend Traͤumereien durch meine Seele flogen, wovon mir fruͤher auch nicht ein Schatten vorgekommen war. Johanna bemerkte meine Unruhe, aber ich wollte ihr nicht die Qual machen, eine Bewegung zu theilen, welche, wie ich wohl einſah, ſehr leicht zu gar nichts fuͤhren konnte. Ich verſchloß meine Gedanken, brachte aber faſt den ganzen folgenden Tag damit zu, den Abſchnitt Ehe in einem halben Dutzend Rechts⸗ buͤcher, die ich von meinen Nachbarn zuſam⸗ men borgte, zu ergruͤnden. Ich blieb jedoch