V.
Einige Tage nach dem Begraͤbniſſe der guten Barbara Baird wurde die kleine gruͤne Truhe, de⸗ ren ſie erwaͤhnt hatte, in unſer Haus gebracht, und ich nahm Gelegenheit, den Inhalt ſelber zu un⸗ terſuchen, damit meine Frau nicht etwas finden moͤchte, das ihr unnoͤthigen Kummer erweckte. Ich fand den, von Motten gefreſſenen Anzug von ſchwarzem Atlas und das Buͤndel alter gel⸗ ber Litzen, die meine verſtorbene Freundinn mir lange vorher in der verbotenen Kammer in Barrmains gezeigt hatte. Viele kleine weibliche Putzſachen und Stuͤckchen von Stickereien lagen dabei. Unten in der Truhe fand ich zwei Kaͤſt⸗ chen, eines kleiner als das andre, und als ich vergebens nach den Schluͤſſeln geſucht hatte, er⸗ brach ich beide. In dem kleinern fand ich zwei Bildniſſe. Das eine war offenbar dieſelbe ſchoͤ⸗ ne Geſtalt, die ich in dem Gemaͤhlde in der Bodenkammer bewundert hatte, das andre aber war der Baronet in ſeiner Jugend, freilich mei⸗ nen Erinnerungen von dem Urbilde ganz un⸗ gleich, jedoch ziemlich aͤhnlich einem Gemaͤhlde


