ſchlichter Tiſch, ein halb zerbrochener Stuhl und ein Strohſack, waren mein einziges Stubenge⸗ raͤthe, und nur ſehr ſelten vergoͤnnte ich mir ein Feuer. Aber ich konnte mich ja in eine Decke wickeln, meine Lampe putzen und in die Buͤcher⸗ welt mich ſtuͤrzen und alles vergeſſen.
Eine Zeitlang hatte ich es ſo getrieben, als ich fand, daß ich etwas thun muͤßte, um auch nur ſo leben zu koͤnnen. Ich wandte mich an einige Lehrer, und ſie waren ſo guͤtig, mir ein Paar Lehrſtunden zu verſchaffen, welchen ich die Abende widmete. Ich gewann damit nur ſehr
wenig Geld, aber es war etwas und fuͤr mich
eben genug. Ich haͤtte zu dieſem Mittel freilich ſchon eher meine Zuflucht nehmen koͤnnen, aber ich war zu eifrig bedacht, mir nichts von der Zeit zu rauben, die ich meinen eigenen Arbeiten nur irgend widmen konnte.
Ich laͤugne nicht, es wurde mir zuweilen ganz ſeltſam im Magen, wenn ich nach Tiſche in eines reichen Buͤrgers Haus kam, und in ſei⸗ nem Vorzimmer der liebliche Duft von Suppe, Braten, Rumpunſch und andern leckern Dingen
mir in die Naſe ſtieg. Doch das war nicht der Re⸗
de t warih Weit oͤfter fuͤhrte mich fruͤh der friſche


