— 4 6— So lebe denn wohl, Barrmains! ſagte ich
zu mir ſelbſt, als ich aus dem Zimmer der Edelfrau ging. Doch nein, erſt muß ich Mutter
Baird ſehen und wenigſtens etwas von Fraͤulein
Johanna gehoͤrt haben. Ich ſuchte die Alte und als ich in ihr Kaͤmmerlein gekommen war, ſah ich ſie in ihrem Lehnſtuhle ſitzen, in ihrem neuen ſchwarzen Kleide, einer ſchwarzen Muͤtze und
einem rothen Mantel. Ihr großer Stock mit einem hornenen Knopfe lag auf ihrem Knie und
eine ungeheure blaue Lade ſtand, doppelt und dreifach mit Stricken umwunden, auf dem Bo⸗ den. Der Kaͤfig mit dem Kanarienvogel war
von ſeinem gewoͤhnlichen Platze am Fenſter weg⸗
genommen und hatte, in ein Taſchentuch gehuͤllt, ſeinen Platz auf dem Tiſche erhalten. Die Bild⸗ niſſe des Koͤnigs Wilhelm, des verlorenen Soh⸗ nes und des Reformators, Johann Knox, wa⸗ ren von der Wand weggenommen, wo nur gel⸗ be Flecke und braune Umriſſe als die einzigen Denkmahle ehemaliger Herrlichkeit zuruͤckgeblie⸗ ben waren.
Nun, Mutter Baird, ſprach ich, Ihr wollt auch ausziehen? Das haͤtte ich in der That nicht erwartet. G
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