Teil eines Werkes 
1. Theil
Entstehung
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de mit, aber ſie waͤren nicht verheirathet. Dieſe Neuigkeit machte allen im Hauſe viel Herzeleid, wie Ihr leicht denken koͤnnt, und wir waren recht froh, daß es die al⸗ te gnaͤdige Frau nicht erlebt hatte, von ſol⸗ chen Dingen zu hoͤren. Aber was konnten wir thun, Herr Waldie? Die Zimmer wur⸗ den alle in Ordnung gebracht, und die beßte Stube im ganzen Hauſe machten wir fuͤr den Herrn und ſie zurecht. Hans ſagte mir, als wir am Abend allein waren, wir wuͤrden uͤber ihre Schoͤnheit erſtaunen, wenn ſie kaͤme, und — das arme Kind! das Bild iſt ihr ſprechend ähnlich, und ſo werdet Ihr Euch nicht wun⸗ dern, daß Hans ſo dachte. Aber ich haͤtte es nie geglaubt, bis ich ſie ſah, daß ſie noch ſo ſehr jung waͤre, ein wahres Kind, moͤchte ich ſagen, kaum funfzehn Jahre alt. So ein huͤpfendes, munteres Voͤgelchen von einem Maͤdchen hatte man nie geſehen, und man mußte ſie mehr bedauern als tadeln ihres Fehlers wegen, weil ſie offenbar noch ganz die Froͤhlichkeit und den Leichtſinn der Jugend hatte. O wie ſie ſang und ſpielte, wie ſie