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„ſelber mitkommen zu können. Wenn der Winter „ihr nicht ſo einſam wäre, ſagte ſie, würde ſie gern „den Wunſch meiner lieben Mutter erfüllt und mich „bei ihr gelaſſen haben, aber nun müßte ſie bitten, »es bei der alten Abrede zu laſſen, daß ich wenig⸗ „ſtens drei Jahre bei ihr bleiben ſollte; denn ſie „meinte, ich wäre noch in vielen nützlichen Kennt⸗ »niſſen zurück, die ich mir erwerben müßke, und »darin hat ſie gewiß auch Recht. Glauben Sie nicht, „lieber Oheim, daß ich den Aufenthalt in der Stadt „vorzöge. O wie gern gäbe ich die Zerſtreuungen, „die meine gute Tante mir zuweilen hier verſchafft— „es iſt Ihnen bekannt, wie wenig ſie für ſich ſelbſt »ſich etwas daraus macht— für einen ſchönen »Sommerabend bei Ihnen in unſerm Garten, für »eine Morgenwanderung mit den Kindern auf unſre „Berge!“
Der übrige Theil des Briefes ſprach von eini⸗ gen häuslichen Aufträgen der Tante, und Auguſte behandelte alles mit einer Sorgfalt, die ihre warme Theilnahme an ihrer Freundinn verrieth. Der Frei⸗ herr gab das Blatt, das er mit ſichtbarem Antheile geleſen hatte, dem Pfarrer mit den Worten zurück: „Ich glaube, ſie hat Recht, wenn ſie den Wunſch der Tante erfüllt. Laſſen Sie das liebe Mädchen der Stimme ihres reinen, kindlich frommen Gemü⸗ thes folgen; die wird ſie immer ſicher leiten.“
Am folgenden Morgen reiſete der Freiherr ab Die Heerſtraße führte eine Stunde weit von der


