259 Nach allem Rechte, ja, ſiel Thorwald ein, aber
mnit gutem Gewiſſen— hier nicht.
Reinau drückte ihm herzlich die Hand. Doch ſteht noch ganz ungeſtört unſer letztes Spiel, worin
wir neuerlich unterbrochen wurden, hob er wieder
an. Kommen Sie, lieber Thorwald! Das iſt eine bedenkliche Lage für mich. Wohlan, wir wollen ei⸗ nen Anhang zu Philidors Spielendungen liefern. Thorwald ſetzte ſich mit Reinau zum Spiele. Klärchen ging an den Flügel, griff leiſe einige
klagende Töne und verſank dann in ſtilles Nach⸗
denken. Nun, Klärchen, ſpiele Du nur immer, ſprach der Oheim aufblickend. Du ſtöreſt mich nicht. Klärchen fuhr fort in der angefangenen Weiſe.
Nicht doch, das traurige Ding! ſprach Reinau.
Einen luſtigen Marſch, es geht zum Siege, Mäd⸗ chen!.. Schach und matt!
Ach ja! ſeufzte Thorwald.
Während Reinau ſeine Steine wieder aufſtell⸗ te, ſtand Klärchen unbemerkt auf, und ging zu der offenen Saalthüre hinaus, die in den Garten führ⸗ te. Thorwald that einige Züge ohne alle Überle⸗ gung. Nun, Sie ſind heute einmahl wieder gar
nicht zum Spiele geſtimmt, hob Reinau an.
Theuerſter Mann! ſprach Thorwald aufſtehend, es liegt mir zu ſchwer auf der Seele⸗ Es muß her⸗ aus. Laſſen Sie es mich Ihnen offen ſagen, ich kann ich darf Sie nicht mehr ſehen, ich muß Ihr


