231 thre Empfindungen ergoſſen ſich in Thränen. Gu⸗ ter, lieber Mann, ſprach ſie endlich mit einem Blicke des innigſten Gefühles: nur an deiner Seite bin ich glücklich!
Luiſe! rief Amberg überraſcht, und drückte ſie, heftig bewegt, an ſein Herz. Der Sieg iſt Deiner würdig, ſetzte er nach einer Pauſe hinzu. Erſt nach dieſem Kampfe biſt Du mein.
In dieſem Augenblicke ward der Hauptmann gemeldet. Ich habe ihn gebethen, uns zu beſuchen, ſprach Luiſe leiſe, damit er Zeuge meines freyen Entſchluſſes ſey⸗
Er trat herein. Herr Hauptmann, ſprach Am⸗ berg zu ihm, indem er Luiſen wieder umfaßte: wenn das, was Sie für meine Frau empfunden haben, auf Achtung gegründet war, ſo ahne ich, was Sie in dieſem Augenblicke fühlen..
Meine Gefühle werden des Gegenſtandes, der ſie einflößt, immer würdig ſeyn, antwortete er⸗ Und Sie, edler Mann, fuhr er fort, Ambergs Hand faſſend: auch Sie müſſen mir einen Anſpruch auf ihre Freundſchaft geben, die ich zu verdienen hoffe.
Der Frauenneigung will man ſonſt nicht viel Unparteylichkeit nachrühmen, ſprach Amberg freundlich, aber der Vorzug, den meine Frau Ih⸗ nen bewieſen hat, würde mir Bürge ſeyn, daß Sie meiner Achtung werth ſind, wenn Sie einen Bürgen brauchten⸗ Seyen Sie mein Freund! Mit


