meinem Doppelkaffeh, wie ſie's zu nennen belieb⸗ te, und als ſie mir ſcherzend meinen Eigarro an⸗ geſteckt hatte, ſetzt' ich mich vor die Thüre unter die ſchattige Linde, und ſah im Genuſſe behaglichen Nichtsthuns bald in die blühende Landſchaft hin⸗ aus, bald auf das geſchäftige Treiben der Fuhr⸗ leute und Kärner vor dem Wirthshauſe. Nun, die bleiben lange aus, hob endlich einer der Fuhrleute an. Ob ſie ihren Wagen noch hergeſtällt haben mögen? Das möchte ich ſehen, wie der ſo ſchnell her⸗ zuſtellen wäre, antwortete der Andere, das Rad war ja ganz zexbrochen⸗ Iſt irgendwo ein Unglück vorgefallen? fragte ich. Weiter kein großes Unglück, antwortete der Fuhrmann. Wir begegneten vor ei⸗ ner Stunde dort oben im Hohlwege, wo die Stra⸗ ße nach** ſcharf bergab geht, einem Reiſewagen, der nicht weiter konnte. Wir ſahen einen Herrn und eine hübſche junge Frau dabey, die beyde kein Wort Deutſch ſprachen. Sie waren ausgeſtiegen und ſtan⸗ den neben dem Schwager, der die Arme unterge⸗ ſchlagen hatte und auch keinen Rath wußte.— Ich hörte wenig mehr auf die nähern Umſtände von dem zerbrochenen Rade, und ohne mich einen Augenblick zu beſinnen, bath ich meine freundliche Wirthinn,* mir ihren Knecht mit einem Kutſchrade folgen zu laſſen, ließ mein Pferd vorführen und eilte im Fluge in den Hohlweg. Schon in der Ferne ſah ich den Reiſenden und den Schwager beſchäftigt, das Nad mit Weidenzweigen und Stricken wieder zu
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