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und gleichen in vielen Stuͤcken mehr ihren Glaubens⸗ bruͤdern, als ihren Landsleuten. Die Chriſten im albaniſchen Oberlande ſind in ihrer Gemuͤthsart ihren muhamedaniſchen Landsleuten gleich, und bilden mit ihnen ein Volk. In keinem Theile des, von den Tuͤrken eroberten Gebietes, begruͤndet der Glaubens⸗ unterſchied ſo wenig Verſchiedenheit in dem Zuſtande des Volkes. Hobhouſe fand die Verſchiedenheit in der Gemuͤthsart und den Sitten zwiſchen den Be⸗ wohnern des Ober⸗ und Niederlandes ſo groß, daß er ſie fuͤr zwei verſchiedene Staͤmme haͤlt. Man hat dieſe Meinung, wohl nicht ohne Grund, beſtritten, und ein anderer Beobachter*) will bei allen Alba⸗ niern, die er in verſchiedenen Theilen von Griechen⸗ land antraf, durchaus eine allgemeine Aehnlichkeit der Sinnesart gefunden haben, die beſonders ſichtbar
iſt in einem wilden Weſen, in einer kraͤftigen Volk⸗
thuͤmlichkeit, und einer Liebe zu der Heimath, wovon man in andern Theilen der Tuͤrkei, weder bei Chri⸗ ſten, noch bei Muhamedanern, eine Spur findet.
Die Albanier aus Joannina, die dieſer Beobachter
kennen lernte, ſprachen alle mit der groͤßten Verach⸗ tung von den Griechen und waren nicht wenig ſtolz auf ihre albaniſche Abſtammung. Sie freuten ſich
*) Quarterly Review, Bo. 10.


