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Gedanken, ſeine Gefuͤhle, ſein Stoltz, wie ſeine Beſorgniſſe, ſeine Freuden, wie ſein Kummer, alles war aus ſeiner innigen Ver⸗ bindung mit der Familie entſprungen, die er nun erloſchen ſah. Sein Haupt war ge⸗ beugt; er verließ alle ſeine gewoͤhnlichen Be⸗ ſchaͤftigungen, und nichts ſchien ihm Vergnuͤ⸗ gen zu machen, als traͤumend umher zu ge⸗ hen in den Zimmern des alten Schloſſes, die ſein Herr zuletzt bewohnt hatte. Die Nahrung erquickte ihn nicht, der Schlaf gab ihm keine Ruhe, und mit einer Treue, die man ſelten unter Menſchen findet, haͤrmte er ſich ab, bis er ein Jahr nach dem ungluͤcklichen Ereigniſſe im Grabe Ruhe fand.
Aſhton's Haus uͤberlebte nicht lange das untergegangene Geſchlecht. Der Vater bewein⸗ te vor ſeinem Tode den Verluſt ſeines aͤlteſten Sohnes, der in einem Zweikampfe in Flandern ſiel, und Heinrich, ſein Erbe, ſtarb unver⸗ maͤhlt. Lady Aſhton erreichte ein hohes Alter und uͤberlebte allein die Ungluͤcklichen, an de⸗


