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und Ruhe zugebracht hatte. Caleb fand ihn im Stalle, eifrig beſchaͤftigt, ſein Pferd zu ſatteln, und mit unſicherer Stimme und zit⸗ ternder Hand erbot er ſich, ihm die Muͤhe abzunehmen. Edgar ſchlug den Beiſtand des Dieners durch eine ſtumme Gebehrde aus. Er fuͤhrte ſein Pferd in den Hof, und wollte auf⸗ ſteigen, als Caleb, nur dem Zuge ſeiner leb⸗ haften Zuneigung folgend, ſeine Furcht uͤber⸗ wand, und ſich ploͤtzlich niederwarf, die Kniee ſeines Gebieters umſchlingend, mit dem be⸗ wegten Ausrufe:„O lieber Herr! toͤdtet mich, wenn Ihr wollt, nur geht nicht dieſen ſchreck⸗ lichen Gang. O mein theurer Herr! wartet nur heute— morgen kommt der Marquis von A. und alles wird noch in Ordnung gebracht werden.
Ihr habt keinen Herrn mehr, Caleb, ſprach Edgar, und ſuchte ſich von ihm los zu machen. Warum, alter Mann, willſt Du ei⸗ nen fallenden Thurm umfaſſen?
Ja, ich habe einen Herrn, rief Caleb,


