Teil eines Werkes 
2. Theil (1820)
Entstehung
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daß eine ſo finſtre Erſcheinung in Euren Le⸗ benspfad getreten iſt. Laßt mich meinen Pfad verfolgen, und ſeid verſichert, es kann mir kein ſchlimmeres Ungluͤck begegnen nach dem Augen⸗ blicke, der mich von Euch ſcheidet.““

Luzie weinte noch, aber ihre Thraͤnen wa⸗ ren minder ſchmerzlich. So oft Edgar den Vorſatz ausſprechen wollte, ſie zu verlaſſen, bewies er auf's. Neue den Wunſch, nicht von ihr zu ſcheiden, bis er endlich, ſtatt Lebewohl zu ſagen, ihr ewige Treue ſchwur und das Ge⸗ ſtaͤndniß ihrer Gegenliebe empfing. Alles ge⸗ ſchah ſo ſchnell und ging ſo ganz aus augen⸗ blicklicher Eingebung hervor, daß Edgar nicht eher an die Folgen des gewagten Schrittes denken konnte, bis ſie ſich mit Mund und Hand die Aufrichtigkeit ihrer Liebe verſichert hatten.

Und nun muß ich mit Eurem Vater ſpre⸗ chen, hob Edgar nach kurzem Nachdenken wieder an. Er muß um unſre Verbindung wiſſen. Es darf nicht ausſehen, als ob ich